Laugenecken mit Körnern

Laugenecken mit Körnern

Ich bin ein absoluter Laugenfan- ob Laugenbrötchen, -brezeln oder diese himmlichen Laugenecken- ich schreie immer HIER ;).

Die Ecken gibt es je nach Bäcker in unterschiedlicher Variation, ich habe mich für meinen ersten Versuch für die Laugenecken aus Hefeteig entschieden.

 

 

Zutaten für den Teig:
250 ml Milch
1 EL Zucker
½ Würfel Hefe
500 g Weizenmehl
1 TL Salz
2 EL Joghurt
2 Eier
1 ½ EL Öl


Außerdem:
100 g geschmolzene Butter-

1 Liter Wasser
50 g Kaisernatron

Körner nach Bedarf


Zubereitung:

  1. Um den Hefeteig herzustellen, wird zunächst die Milch auf den Herd erwärmt. Anschließend werden der Zucker und die Hefe hinein gerührt.
    Während die restlichen Zutaten abgewogen und in eine Schüssel gegeben werden, kann die Hefe so bereits gehen. Beide Mischungen werden nun mit dem Knetharken der Rührmaschine gute 5 Minuten gerührt. Ist der Teig zu klebrig, gibst du so lange Mehl dazu, bis der Teig zäh reißend wird und nicht mehr am Rand hängen bleibt.
  2. Nun ein sauberes Handtuch über die Schüssel hängen und den Teig an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen. Der Teig sollte sich verdoppelt haben. Die Garfähigkeit des Teiges hängt u.a. von deiner Zimmertemperatur ab. Das kann an kühlen Tagen durchaus länger dauern. Nicht verzweifeln, einfach noch etwas warten. Wenn du es eilig hast, kannst du die abgedeckte Schüssel noch bei 25° Ober-Unterhitze in den Ofen stellen. Da reichen oft noch 10 Minuten und der Teig hat die gewünschte Größe.
  3. Nach der Gehzeit den Teig in 5 gleichgroße Portionen teilen. Diese jeweils leicht kneten und auf einer stark bemehlten Arbeitsfläche in dünne und gleichmäßig große Fladen ausrollen. Dazu nimmst du dir ein Nudelholz und setzt es in der Mitte des Teigklumpens an. Von dort aus rollt ihr nach außen. Dann drehst du den Teig ein wenig und wiederholt diese Prozedur. Das ermöglicht ein ebenmäßiges Ergebnis. Zwischendurch wird die Arbeitsfläche immer wieder neu bemehlt.
    Während dessen kann die Butter auf kleiner Herdstufe geschmolzen werden.
  4. Sind alle Teigfladen auf diese Weise hergestellt, werden sie geschichtet. Dazu nimmst du dir einen Fladen und bestreichst ihn mit der geschmolzenen Butter. Darauf kommt der zweite Fladen und wieder Butter, so fortfahren, bis der letzte Fladen aufliegt. Die Schichten sollten so weit wie irgendwie möglich passend aufeinander liegen.
  5. Um die Schichten miteinander zu verbinden, rollt man nun mit leichtem Druck von der Mitte nach Außen über die geschichteten Fladen. Dabei gewinnen die Fladen auch wieder an Fläche. Anschließend schneidest du ihn in mit einem scharfen Messer in acht gleichgroße Stücke.
  6. Für die Lauge wird nun das Wasser aufgekocht, von der Herdplatte genommen und das Natron eingerührt. Einatmen sollte man den entstehenden Dampf übrigens nicht. Um das Wasser heiß, aber nicht kochend zu halten, kann der Topf nun auf eine kleine Flamme gestellt werden. Die Stücke habe ich einzeln in die Natronlauge gelegt und jeweils 2 Minuten ziehen lassen. Dabei immer wieder etwas untergetaucht, so dass auch beide Seiten schön gelaugt werden. Anschließend habe ich sie mit einem Schaumlöffel heraus genommen und zum Abtropfen auf ein Gitter gelegt. Es mag da verschiedene Methoden geben, ich kam so gut zurecht. Nach dem 4. Teilchen habe ich den Ofen auf 160° Umluft vorgeheizt.

    Nach dem Laugen kannst du deine Ecken noch einmal mit dem Rest flüssiger Butter bestreichen und mit gewünschten Körnern bestreuen. Ich habe Kürbiskerne und Sesam genommen.

Für 20-25 Minuten wandern die Laugenecken in den Ofen.

 

Tipp: Je frischer sie sind, desto besser schmecken sie. Du kannst den Teig auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen, so hast du den Herstellungsschritt am nächsten Morgen gespart!

Lass es dir schmecken,

Simone

Rosinen- Brötchen

Rosinen- Brötchen

Einige von euch haben die fluffigen Rosinen-Brötchen auf Instagram entdeckt und mich auf das Rezept angesprochen. Da sie so gut angekommen sind und auch wir selbst von dem Geschmack einfach hin und weg waren (und beschlossen haben niiiieeee wieder welche zu kaufen), habe ich euch das Rezept heute mal außer der Reihe in die kleine Backkiste gepackt. Sie sind sehr wenig Arbeit, durch die Gehphasen des Teiges kosten sie allerdings etwas Zeit. Insgesamt waren die Brötchen nach etwa 2 1/2 Std. servierbereit. 

Ich habe aus einem Rezept 13 Rosinenbrötchen erhalten.

Zutaten:
200 ml Wasser, lauwarm
1 Würfel frische Hefe (42g)
500 g Mehl
80 g Butter
1 Ei
100 g Zucker
1 TL Salz und
200 g Rosinen

Außerdem: 1 Ei zusätzlich zum Bestreichen der Brötchen. Ihr könnt auch Milch nehmen, wird von der Farbe allerdings weniger intensiv.


Zubereitung:

  1. Für den Teig der Rosinenbrötchen wird zunächst die Hefe in das lauwarme Wasser gegeben und durch leichtes Rühren aufgelöst. Kurz zur Seite stellen. Während nun die anderen Zutaten abgewogen werden, kann die Hefe sich so bereits vorbereiten.
  2. Mehl, Butter, Zucker und Salz werden in einer großen Schüssel grob vermischt. Jetzt können das Ei und die Wasser-Hefemischung dazu gegeben werden. Und nun heißt es ordentlich kneten. Ich liebe die Arbeit mit der Hand und habe etwa zehn Minuten alles ordentlich durchgeknetet. Es sollten keine Mehlnester oder trockene Teigstellen mehr zu finden sein. Die Knetarbeit trägt schon einen großen Teil zur späteren Konsistenz der Brötchen bei, daher lieber etwas mehr, als zu wenig kneten. Seid ihr mit eurem Hefeteig zufrieden, können die Rosinen dazu und untergeknetet werden. Der Teig ist genau richtig, wenn er sich gut aus der Schüssel lösen lässt und nicht mehr viel hängen bleibt.
  3. Nun darf der Teig ausruhen und ihr gleich mit ;). Abgedeckt an einem warmen Ort kann die Hefe am Besten mit dem Teig arbeiten. Nach etwa einer Stunde hatte der Hefeteig das doppelte Volumen erreicht. Das ist ein Zeichen, dass er nun weiter verarbeitet werden kann.
  4. Nach erneutem Kneten des Teiges wird er in eine Rolle geformt. Ich habe diese in vier Teile unterteilt und jedes Viertel erneut in drei Teile geschnitten. (Beim Formen kam mir das ein oder andere doch etwas groß vor, so kam das 13. zustande.) Jedes Teilchen wird nun ein zu einem kleinen Brötchen geformt. Einfach in der Hand ein bisschen zurecht kneten und auf ein Backblech setzen. Ich habe auf ein großes Backblech 8 Brötchen bekommen.
  5. Die Brötchen werden nun erneut abgedeckt und dürfen ca. 20 Min. weiter gehen.
    Während die Brötchen gehen, kann der Ofen auf 175° Ober- und Unterhitze  vorgeheizt werden.
  6. Nach dem Gehen werden sie mit dem Ei bestrichen. Sie bekommen dadurch ihre wunderschöne Farbe!
  7. Und nun ab in den Ofen und ca. 30 Min backen lassen. Bitte lasst sie nicht auf den Augen, wenn sie goldbraun sind, sind sie fertig gebacken. Jeder Ofen backt anders und kann daher länger brauchen oder schneller sein!

    Jetzt könnt ihr es euch schmecken lassen!
    Backt ihr die Rosinenbrötchen nach, würde ich mich sehr über ein Foto, Berichte und/oder Verlinkungen bei Instagram freuen 🙂

Eine herzhafte Variante für den Ausgleich nach den süßen Feiertagen: Das Laugengebäck

Eine herzhafte Variante für den Ausgleich nach den süßen Feiertagen: Das Laugengebäck

Mein Mann und ich haben beschlossen, nach den mastigen Feiertagen eine Woche Zuckerpause einzulegen. Doch was macht man nun als eingefleischter Backfan, wenn man zum Kaffee etwas anbieten will?? – Richtig, man sucht sich eine herzhafte Alternative. Da ist mir ein Rezept von Laugenstangen in die Hände gefallen. Perfekt für den Anlass, denn selbst bei dem gleichen Grundrezept können mehrere Vorlieben gleichzeitig erfüllt werden. So gibt es Brezel für die Kinder (die mögen am liebsten den knackigen Teil) und Laugenstangen für diejenigen, die lieber den fluffigen Teil mögen. Als extra Kick werden einige mit Käse und Schinken überbacken. Lust geweckt? Dann ab an die Rührschüssel :-).

Viel Spaß beim Probieren!

Zutaten für etwa 20 Stk.


Für den Teig:
1 kg Weizenmehl2 TL Salz
260 ml Wasser150 g Butter
260 ml Milch
1 Würfel frische Hefe (42 g)

Für die Natronlauge:
1 ½ Liter Wasser
3 EL Natron

Für den Belag:
grobkörniges Streusalz
Kartenschinken
Emmentaler Streukäse


Zubereitung:

  1. Bedenkt bei der Wahl eurer Rührschüssel bitte unbedingt, dass der Hefeteig sich beim Gehen verdoppeln wird! Siebt das Mehl mit dem Salz in die Schüssel hinein.
  2. Nehmt euch einen Topf und erhitzt darin das Wasser. Kurz vor dem Kochen nehmt ihr den Topf wieder vom Herd und gebt die Butter zum Schmelzen dort hinein. Anschließend fügt ihr noch die Milch hinzu. Butter und Milch haben nun die Temperatur der Mischung auf lauwarm abgekühlt. In die Mischung bröselt ihr jetzt die frische Hefe hinein und rührt leicht, bis sich die Hefe vollständig gelöst hat. Lasst die so angesetzte Hefemischung ca. 2-5 Minuten stehen. Die Mischung fängt ganz leicht an zu knistern, sobald die Hefe zu arbeiten beginnt. Das ist der Moment, an dem der Hefeteig zubereitet werden kann. Gebt die Hefemischung in die Schussel zu Mehl und Salz und verarbeitet alles zu einem glatten Hefeteig. Wenn ihr, wie ich, bei solchen Teigen lieber mit der Hand arbeitet, solltet ihr etwa 10 Minuten dafür einrechnen. Der Teig ist richtig, wenn weder feuchte Stellen noch Mehlnester zu finden sind und der Teig beim Kneten nur noch minimal an den Fingern kleben bleibt. Deckt die Schüssel samt Hefeteig mit einem trockenen Geschirrtuch ab und stellt sie an einen warmen Ort. Ca. 20°C sind perfekt dazu. Lasst den Hefeteig jetzt so lange ruhen, bis sich sein Volumen auf das Doppelte vergrößert hat. Das dauert ca. 45 Min.
  3. Den Ofen auf 180°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Jetzt noch die Lauge vorbereiten. Dafür das Wasser in einem Topf von ca. 20 cm Durchmesser zum Kochen bringen. In das kochende Wasser das Natron geben. Achtung: Das wird aufschäumen! Reduziert nun die Temperatur, so dass das Wasser leicht wallt.
  4. Während das Wasser aufkocht, knetet ihr den Teig noch einmal durch und formt eine Rolle. Ich rolle sie bis auf ca. 60 cm, so lässt sie sich bequem in ca. 20 gleichgroße Teile schneiden. Lasst euch nicht irritieren, wenn euch die Teile klein vorkommen, sie werden noch aufgehen! Die Hefeteigteile könnt ihr jetzt nach Wunsch verarbeiten.
    Für die Brezel rollt ihr sie zu einer Schlange, die in der Mitte ihre dickste Stelle hat und zu beiden Enden sehr dünn ausläuft. Die beiden Enden nun kreisförmig zu der dicksten Stelle schwingen und dort übereinander legen.
    Für Laugenbrötchen rollt ihr die zu einer Kugel und drückt sie dann etwas flacher.
    Für die Knoten rollt ihr sie etwas aus und drückt sie ein wenig flacher. Dann schneidet ihr den Teig längs in drei Teile und flechtet einen Minizopf.
  5. Nun werden die Teilchen gelaugt. Dazu legt ihr sie paarweise in die Lauge. Lasst sie jeweils ca. 5 Sekunden in der Lauge und legt sie dann auf ein Backblech. Jetzt könnt ihr sie je nach Laune entweder mit Salz, oder mit Schinken und Käse bestreuen. Die Laugenbrötchen könnt ihr noch kreuzweise einschneiden, dadurch bekommen sie die typische Laugenbrötchenoptik.
  6. Jetzt ab in den Ofen damit und ca. 25 Minuten backen lassen. Fertig sind die kleinen, schmackhaften Laugenteilchen. Eine wunderbare Alternative zu süßen Rezepten!Beachtet bitte, dass ihr euch genügend Zeit dafür nehmt und auch die Ruhezeit des Teiges mit einkalkuliert. Denn je nach Umgebungstemperatur kann es auch etwas länger dauern, bis der Teig sich verdoppelt hat. Beim anschließenden Formen der Teiglinge solltet ihr ebenfalls zügig arbeiten, denn die Hefe arbeitet ebenfalls mit. Dass sollte, wenn möglich, jedoch erst wieder im Ofen geschehen.