Osterhasen-Torte

Zu Ostern wird es bei uns meist richtig schön bunt auf dem Tisch. Die Kuchen müssen sich dabei natürlich der bunten Dekoration anpassen. Aus diesem Grund gab es eine wunderschön knallige Oster-Torte. Und was darf dabei nicht fehlen? Richtig-der Osterhase! Hach war ich so aufgeregt! Aber was soll ich sagen: Die Gäste waren begeistert!

Aus diesem Grund habe ich hier für euch gleich das Rezept bereitgestellt:
Der Tortenboden besteht aus einem Schokoladenkuchen. Dieser wird befüllt mit einer herrlich frischen Himbeercème. Fondanttauglich ummantelt wird die Torte mit einer Swiss Meringue Buttercrème.

Gebackener Schokoladenboden

Zutaten für den Schokoladenkuchen: (in einer 26-er Form gebacken)
4 Eier
200 g Zucker
1 Prise Salz
200 ml Schokomilch
200 ml Öl (es sollte neutrales sein, ich nehme Sonnenblumenöl)
300 g Mehl
1 P Backpulver
2 geh. EL Kakao

 

Fertige Himbeer-Füllung

Zutaten für die Himbeercrème:
600 g Himbeeren
12 Blätter Gelatine
150 g Mascarpone
150 g Quark
100 g Puderzucker
300 ml Sahne

 

Zutaten für die Swiss Meringue Buttercrème:
6 Eiweiß
250 g Zucker
500 g Butter

 

Außerdem:

Fondant in den Farben hellbraun, hellgrün, weiß, rosa, schwarz
Mandeleier


Für die Zubereitung der Torte habe ich mir zwei Tage Zeit genommen.


Tag 1:
Schritt 1: Herstellung des Schokoladenbodens

  1. Ofen vorheizen auf 160°C. Backform vorbereiten: Ich bedecke den Boden mit Backpapier und fette den Rand leicht mit Butter ein. Dann lasse ich noch etwas Mehl über den Rand der Form rieseln, so dass der Rand gerade leicht bepudert wird. Im nächsten Schritt werden noch die Zutaten abgewogen und bereitgestellt.
  2. Nun werden die Eier mit Zucker und Salz in eine Schüssel gegeben und auf höchster Stufe ca. 10 Min. gerührt. Mit dem Handrührgerät auch gerne 5 Min. länger. Die Masse sollte sich durch die hineingeschlagene Luft deutlich vergrößert haben und fluffig sein.
  3. Als nächstes werden Öl und Schokomilch mit hineingegeben und auf kleinster Stufe (um die Konsistenz nicht wieder zu zerstören) kurz untergerührt.
  4. Letztlich werden Mehl, Backpulver und Kakao durch ein feines Sieb hindurch in die Schüssel gegeben und von Hand mit einem Teigschaber vorsichtig, aber gründlich untergehoben. Auch hierbei wird sich die Geduld auszahlen, denn der Teig bleibt so schön locker.
  5. Bei diesem Boden habe ich noch etwas Neues getestet: Backen mit der Isoliermethode.
    Hierbei wird die Kuchenform durch eine Manschette von Außen leicht gekühlt, so dass der Teig länger Zeit zum gehen hat und an Rand nicht gleich fest wird. Dadurch wird ein gleichmäßigeres Ergebnis erziehlt als bei dem herkömmlichen abbacken eines Kuchens.
    Diese Manschette stellt ihr her, indem ihr eine Alufolie, in die feuchtes Küchenpapier eingewickelt ist, um die Kuchenform wickelt.
  6. Der Kuchenteigkommt nun in den Ofen und wird für 40- 45 Min. gebacken.
  7. Unbedingt Stäbchenprobe machen!

 

Schritt 2: Herstellung der vorbereitenden Dekoration Osterhase

Tag 2:
Schritt 1: Herstellung der Himbeercrème

  1. Die Gelatineblätter werden in kaltem Wasser ca. 10 Min. eingeweicht.
  2. In der Zwischenzeit werden die Himbeeren pürriert und durch ein Sieb gestrichen. Das so entstandene Mousse wird erhitzt. Wenn das Mousse leicht zu köcheln beginnt, die Gelatineblätter leicht ausdrücken und einzeln zugeben. Dabei immer leicht umrühren. Die Gelatine sollte sich zügig auflösen.
  3. Während die Mousse mit der Gelatine jetzt abkühlen soll, könnt ihr bereits weitermachen und Mascarpone, Puderzucker und Quark miteinander verrühren. In einer separaten Schüssel wird die Sahne geschlagen. Ich verwende dazu meinen „Zauberstab“, einen elektrischen Quirl. Ein gewöhnliches Handrührgerät erfüllt den Zweck allerdings auch gut
  4. Ist die Himbeermousse nun abgekühlt oder wenigstens handwarm, könnt ihr die Quark-Mascarpone-Mischung bereits unterrühren. Das sollte die Masse nun endgültig abkühlen. Zuletzt wird die Sahne mit dem Teigschaber von Hand untergerührt. Zum Gelieren kommt die Himbeercrème nun in den Kühlschrank.
    Während dessen könnt ihr euch an die Zubereitung der Buttercrème machen.

 

Schritt 2: Herstellung der Buttercrème

  1. Die Herstellung der Buttercrème beginnt mit dem Trennen der Eier. Das Eigelb braucht ihr für den Kuchen nicht. Am Besten plant ihr Rührei zum Abendessen ein ;-).
    Da die Torte im Voraus hergestellt wird und damit länger haltbar sein muss, ist es wichtig, dass das Eiweiß pasteurisiert- also keimfrei- wird. Dazu wird das Eiweiß mit dem Zucker in eine feuerfeste Schüssel gegeben und in einem Dampfbad erhitzt. Das Eiweiß muss auf 60°C erhitzt werden, dazu nehme ich mir mein Backthermometer zu Hilfe. Auf gar keinen Fall darf die Temperatur über 60°C ansteigen, denn dann würde das Eiweis stocken. Hier ist also etwas Fingerspitzengefühl gefragt.
  2. Sind die 60°C erreicht, nehmt ihr die Schüssel bitte umgehend von dem Topf herunter und schlagt das Eiweis mit der Rührmaschine (oder dem Handrührgerät) auf höchster Stufe kräftig auf. Das Eiweis wird dabei schneeweiß, fest und seidig. 10 Min. Rührzeit müsst ihr da wenigstens einkalkulieren. Ab hier kann kaum noch etwas schiefgehen.
  3. Ist die richtige Konsistenz erreicht, wird die weiche(!) Butter in kleinen Portionen zugegeben. Unter Umständen verflüssigt sich die Masse vorrübergehend, doch nach einiger Zeit erhaltet ihr eine seidige, hellgelbe Crème. Nun bei Zimmertemeratur bis zum Gebrauch stehen lassen.Tipp: Ihr könnt die Buttercrème auch schon am Tag vorher vorbereiten. Dann bewahrt sie bitte über Nacht im Kühlschrank auf. Vor dem Gebrauch wieder Zimmertemperatur annehmen lassen. Nur dann ist sie schön streichfähig.

 

Schritt 3: Nun sind alle vorbereitenden Maßnahmen getroffen und es kommt zum aufregensten Schritt:
Alles zu einer fantastischen Torte zusammenfügen!

  1. Den Schokoladenboden habe ich in drei Teile geschnitten. Der etwas höher gebackene Teil (eigentlich der Deckel) wird zu unserem Tortenboden. So verschwindet der Hubbel in der Himbeercrème und die Torte wird schön glatt. Ihr könntet natürlich auch den Hubbel einfach abschneiden und mit 1-2 Löffeln Himbeercreme noch eine Portion Capcakes machen. Das bleibt euch überlassen.
  2. Die Himmbeercrème habe ich mir in zwei Portionen aufgeteilt. Und nun benötigt ihr einen Tortenring, in den ihr die Torte hineinschichtet:
    Boden- Crème- Boden- Crème und mit Boden wieder abgeschlossen. Die Torte wandert nun für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank. So kann die Himbeercrème richtig schön fest werden.
  3. Haben wir nun eine schön stabile Torte erhalten, wird unsere Buttercrème zuerst um den Rand, dann auf dem Tortendeckel dünn aufgetragen. So erhalten wir unsere sogenannte Krümelschicht. Sie bindet etwaige Krümel und schottet die Himbeercrème von dem nachfolgenden Fondant ab.
  4. Da ich lediglich einen Teil der Torte mit Fondant abdecken wollte, habe ich die erste Schicht eine halbe Stunde im Kühlschrank festwerden lassen und dann noch eine zweite Buttercrème Schicht aufgetragen.

    Tipp: Ich hatte übrigens trotz der zwei Schichten noch einiges an Buttercrème übrig. Die habe ich eingefärbt und daraus noch die Osternest-Cupcakes gezaubert.

  5. Jetzt fehlen nur noch unsere Dekorelemente. Da sind zunächst die kleinen Osternester. Dazu habe ich mir ebenfalls den hellgrünen Fondant ausgerollt. Nun habe ich mit einer Plätzchenform kleine Sterne ausgestochen und davon immer zwei übereinander gelegt. Am Ende habe ich das Mandelei hineingelegt und den Stern leicht in Form gebracht. Schon sind die Nester fertig.
  6.  Für die Wiese habe ich den Umfang der Torte abgemessen und hellgrünen Fondant auf die gleiche Länge ca. 2 mm dünn ausgerollt. Nun wird erst eine gerade Kante geschnitten. Dann habe ich ab einer Höhe von etwa fünf cm. freihand mit einem scharfen Messer Grashalme abgeschnitten. Mal kleinere, mal größere. Das muss nicht exakt sein, die genaue Formung geschieht nachher beim anheften an die Torte. Dort könnt ihr auch noch zu groß geratene Grashalme problemlos mit den Fingern abknipsen. Der lange Grasstreifen wird nun einfach an die Buttercrème aufgeklebt. Der Fondant haftet hervorragend an der noch weichen Crème. Ich habe mir dazu eine lange Winkelpalette zu Hilfe genommen.
  7. Die Osternester und natürlich der Osterhase werden nun schön auf der Torte verteilt.

    Jetzt ist unser kleines Tortenwunder präsentierfähig!

 

 

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