Eine herzhafte Variante für den Ausgleich nach den süßen Feiertagen: Das Laugengebäck

Mein Mann und ich haben beschlossen, nach den mastigen Feiertagen eine Woche Zuckerpause einzulegen. Doch was macht man nun als eingefleischter Backfan, wenn man zum Kaffee etwas anbieten will?? – Richtig, man sucht sich eine herzhafte Alternative. Da ist mir ein Rezept von Laugenstangen in die Hände gefallen. Perfekt für den Anlass, denn selbst bei dem gleichen Grundrezept können mehrere Vorlieben gleichzeitig erfüllt werden. So gibt es Brezel für die Kinder (die mögen am liebsten den knackigen Teil) und Laugenstangen für diejenigen, die lieber den fluffigen Teil mögen. Als extra Kick werden einige mit Käse und Schinken überbacken. Lust geweckt? Dann ab an die Rührschüssel :-).

Viel Spaß beim Probieren!

Zutaten für etwa 20 Stk.
Für den Teig:
1 kg Weizenmehl
2 TL Salz
260 ml Wasser
150 g Butter
260 ml Milch
1 Würfel frische Hefe (42 g)

Für die Natronlauge:
1 ½ Liter Wasser
3 EL Natron

Für den Belag:
grobkörniges Streusalz
Kartenschinken
Emmentaler Streukäse


Zubereitung:

  1. Bedenkt bei der Wahl eurer Rührschüssel bitte unbedingt, dass der Hefeteig sich beim Gehen verdoppeln wird! Siebt das Mehl mit dem Salz in die Schüssel hinein.
  2. Nehmt euch einen Topf und erhitzt darin das Wasser. Kurz vor dem Kochen nehmt ihr den Topf wieder vom Herd und gebt die Butter zum Schmelzen dort hinein. Anschließend fügt ihr noch die Milch hinzu. Butter und Milch haben nun die Temperatur der Mischung auf lauwarm abgekühlt. In die Mischung bröselt ihr jetzt die frische Hefe hinein und rührt leicht, bis sich die Hefe vollständig gelöst hat. Lasst die so angesetzte Hefemischung ca. 2-5 Minuten stehen. Die Mischung fängt ganz leicht an zu knistern, sobald die Hefe zu arbeiten beginnt. Das ist der Moment, an dem der Hefeteig zubereitet werden kann. Gebt die Hefemischung in die Schussel zu Mehl und Salz und verarbeitet alles zu einem glatten Hefeteig. Wenn ihr, wie ich, bei solchen Teigen lieber mit der Hand arbeitet, solltet ihr etwa 10 Minuten dafür einrechnen. Der Teig ist richtig, wenn weder feuchte Stellen noch Mehlnester zu finden sind und der Teig beim Kneten nur noch minimal an den Fingern kleben bleibt. Deckt die Schüssel samt Hefeteig mit einem trockenen Geschirrtuch ab und stellt sie an einen warmen Ort. Ca. 20°C sind perfekt dazu. Lasst den Hefeteig jetzt so lange ruhen, bis sich sein Volumen auf das Doppelte vergrößert hat. Das dauert ca. 45 Min.
  3. Den Ofen auf 180°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Jetzt noch die Lauge vorbereiten. Dafür das Wasser in einem Topf von ca. 20 cm Durchmesser zum Kochen bringen. In das kochende Wasser das Natron geben. Achtung: Das wird aufschäumen! Reduziert nun die Temperatur, so dass das Wasser leicht wallt.
  4. Während das Wasser aufkocht, knetet ihr den Teig noch einmal durch und formt eine Rolle. Ich rolle sie bis auf ca. 60 cm, so lässt sie sich bequem in ca. 20 gleichgroße Teile schneiden. Lasst euch nicht irritieren, wenn euch die Teile klein vorkommen, sie werden noch aufgehen! Die Hefeteigteile könnt ihr jetzt nach Wunsch verarbeiten.
    Für die Brezel rollt ihr sie zu einer Schlange, die in der Mitte ihre dickste Stelle hat und zu beiden Enden sehr dünn ausläuft. Die beiden Enden nun kreisförmig zu der dicksten Stelle schwingen und dort übereinander legen.
    Für Laugenbrötchen rollt ihr die zu einer Kugel und drückt sie dann etwas flacher.
    Für die Knoten rollt ihr sie etwas aus und drückt sie ein wenig flacher. Dann schneidet ihr den Teig längs in drei Teile und flechtet einen Minizopf.
  5. Nun werden die Teilchen gelaugt. Dazu legt ihr sie paarweise in die Lauge. Lasst sie jeweils ca. 5 Sekunden in der Lauge und legt sie dann auf ein Backblech. Jetzt könnt ihr sie je nach Laune entweder mit Salz, oder mit Schinken und Käse bestreuen. Die Laugenbrötchen könnt ihr noch kreuzweise einschneiden, dadurch bekommen sie die typische Laugenbrötchenoptik.
  6. Jetzt ab in den Ofen damit und ca. 25 Minuten backen lassen. Fertig sind die kleinen, schmackhaften Laugenteilchen. Eine wunderbare Alternative zu süßen Rezepten!Beachtet bitte, dass ihr euch genügend Zeit dafür nehmt und auch die Ruhezeit des Teiges mit einkalkuliert. Denn je nach Umgebungstemperatur kann es auch etwas länger dauern, bis der Teig sich verdoppelt hat. Beim anschließenden Formen der Teiglinge solltet ihr ebenfalls zügig arbeiten, denn die Hefe arbeitet ebenfalls mit. Dass sollte, wenn möglich, jedoch erst wieder im Ofen geschehen.

 

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